Volkskrankheit Migräne

Migräne gehört zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen weltweit. Migräne ist erblich, man kommt bereits mit einem Migräne-Gehirn auf die Welt.

In Deutschland sind rund zehn bis zwölf Millionen Menschen betroffen – Frauen etwa dreimal so häufig wie Männer. Die Krankheit beginnt oft schon im Jugend- oder frühen Erwachsenenalter und begleitet viele über Jahrzehnte hinweg. Aber auch Kinder können schon betroffen sein.

Migräne ist weit mehr als Kopfschmerz. Typisch sind wiederkehrende Attacken, die Stunden oder sogar Tage dauern können – häufig begleitet von Übelkeit, Licht- und Geräuschempfindlichkeit sowie starker Erschöpfung danach. In dieser Zeit ist ein normales Arbeiten oder Teilnehmen am Alltag kaum möglich.

Die Folgen sind erheblich: Laut Krankenkassendaten gehört Migräne zu den häufigsten neurologischen Ursachen für Krankschreibungen. Jährlich gehen in Deutschland Millionen Arbeits- und Schultage verloren – mit einem geschätzten volkswirtschaftlichen Schaden in Milliardenhöhe.

Trotz dieser enormen Bedeutung wird Migräne noch immer oft verharmlost oder missverstanden. Dabei zeigt sie, wie stark körperliche und seelische Belastung zusammenwirken – und wie wichtig es ist, die Erkrankung ernst zu nehmen und darüber zu sprechen.

Auch wenn Migräne heute noch nicht heilbar ist, gibt es viele sehr wirkungsvolle Therapieansätze.